© Foto Christian Brunnthaler

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Maria Lichtmess

02.02.2019, 18:15 Uhr

Das Gesetz des Mose bestimmte, dass ein Neugeborenes innerhalb einer gewissen Frist in den Tempel gebracht werden musste. Lk 2 erzählt, dass Josef und Maria mit ihrem Baby am achten Tag nach der Geburt in den Tempel kamen. Der neugeborene Sohn soll – wie alle Söhne – dem Herrn geweiht werden. Maria brachte ein Reinigungsopfer dar, denn Frauen galten 40 Tage nach der Geburt eines Buben und 80 Tage nach der Geburt eines Mädchens als unrein.

Jesus kommt in „sein Eigentum“, er soll Gott übergeben, also „dargestellt“ werden. Im Tempel kommt es zur Begegnung mit dem frommen Simeon und seiner Prophetin Hanna. Sie erkennen sofort, dass Jesus ein besonderes Kind ist. Dem Simeon war verheißen, er werde den Tod nicht schauen, bis er den Messias getroffen habe. Als er das Kind sah, hob er es empor und pries Gott mit den Worten:

„Nun lässt du, Herr, deinen Knecht, wie du gesagt hast, in Frieden scheiden. Denn meine Augen haben das Heil gesehen, das du vor allen Völkern bereitet hast, ein Licht, das die Heiden erleuchtet, / und Herrlichkeit für dein Volk Israel.“ Lk 2,29-32;

Für Simeon ist die Begegnung mit Jesus die Erfüllung seiner Weissagung, eine Offenbarung. Aus seinem Bekenntnis wurde das Nachtgebet der Kirche. Simeon segnete die Eltern und verhieß Maria, dass Jesus für sie zu einem Schwert würde, das ihre Seele durchdringen wird. (Lk 2,35)

Seit dem 6. Jahrhundert wird das Hochfest 2. Februar gefeiert, 40 Tage nach der Geburt. Die Lichterprozession geht auf eine Legende zurück: Beim ersten besuch des Herrschers in seiner Stadt gingen ihm die Bewohner entgegen. Auf dem Weg nach Jerusalem war ein Kloster. Die Gründerin Hikelia stattete die Mönche aus, um dem Messias entgegenzuziehen und mit ihm gemeinsam nach Jerusalem zu gehen.

Im Grazer Dom feiern wir das Hochfest am Samstag, 02.02.2019:

18:15 Uhr Kerzenweihe im Mausoleum, Lichterprozession in den Dom und festlicher Gottesdienst
mit Dompfarrer Dr. Heinrich Schnuderl

Am Ende des Gottesdienstes wird der Blasius-Segen erteilt.

Der Domchor und die Jugendkantorei musizieren Werke von A. ARCHANGELSKIJ: Svete tichij (Heiliges Licht); Nyne otpuschtschajeschi (Nunc dimittis) S. RACHMANINOV: Bogoroditsje djevo (Ave Maria)

Das „Ewige Licht“ kann für den Dom oder die Barbarakapelle in Verbindung mit einem persönlichen Anliegen im Dompfarrhof oder in der Domsakristei für eine Spende von € 10,00 für eine bestimmte Woche bestellt werden.
Christian Brunnthaler



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