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Inhalt:
Predigt

Für wen haltet ihr mich?

Predigt von Prälat Dr. Heinrich Schnuderl zum 24. Sonntag im Jahreskeis am 15.09.2024 im Ägydiusdom

Pisa, Santa Maria Assunta, Apsismosaik | Foto Christian Brunnthaler

Mit dem Beginn des Schuljahres hat für viele von uns auch ein neues Arbeitsjahr begonnen. „Gefühlt“, um es in der Sprache der Klima- und Wetterprognosen zu sagen, gefühlt ist dieser Beginn für viele von uns bedeutender als der Anfang eines Kalenderjahres. Auch in der Diözese und in den Pfarren wird jetzt nach der Sommerpause und erfolgten Personalrochaden in Studientagen und Klausuren versucht, mit neuem Schwung, vielleicht auch neuen Ideen das Wirken der Kirche und Seelsorge neu auszurichten.

  1. Die Liturgie ist zwar nicht von solchen lokalen Akzenten bestimmt – die Bibeltexte, die an den Sonntagen gelesen werden, sind für die Weltkirche verbindlich –; was uns in der Lesung aus dem Jakobusbrief und im Evangelium verkündet worden ist, kann aber einem solchen Neustart Orientierung geben.

Mit der Frage Jesu: „Für wen halten mich die Menschen?“ und mit dem Glaubensbekenntnis des Petrus wird im Markusevangelium das Vorzeichen für den weiteren Gang des Weges Jesu und für das Verständnis der rechten Praxis des Glaubens gesetzt.

Die Antworten der Jünger Jesu zeigen die Hoffnungen, die es damals unter den Menschen gegeben hat: man hat Ausschau gehalten nach Boten Gottes wie „Johannes, dem Täufer, Elija oder sonst einem Propheten“.

Und die Antwort des Petrus ist zum Glaubensbekenntnis der Kirche geworden: Jesus ist der Christus, der Messias, das heißt: „der Gesalbte“. Im Matthäusevangelium sagt Jesus daraufhin zu Petrus: „Selig bist du, Simon Barjona, denn nicht Fleisch und Blut haben dir das offenbart, sondern mein Vater im Himmel“ (Mt 16,17).

  1. Würde man heute eine Umfrage starten, für wen oder was unsere Mitbürger und Zeitgenossen Jesus halten, erhielte man eine bunte Vielfalt von Antworten, vermutlich auch hier unter uns.

Wahrscheinlich würden viele eine Antwort auf solche Fragen verweigern: aus Unkenntnis oder Interesselosigkeit. Es gibt aber auch Stellungnahmen, die wir beachten sollten: – z.B. vonseiten gläubiger Muslime, die Jesus als Propheten achten; von Religionswissenschaftlern, die ihn als Religionsstifter ansehen, oder von Philosophen wie Karl Jaspers, der Jesus mit Sokrates, Buddha und Konfuzius als einen von vier maßgebenden Menschen der Geschichte bezeichnet hat. - Hören wir auch die Auskünfte über die Sorgen und Orientierungen von Nicht-Glaubenden? „Woran glaubt, wer nicht glaubt?“[1] - Aber auch das ist zu bedenken, „Wenn nichts fehlt, wo Gott fehlt.“[2]

Die Frage Jesu: „Ihr aber, für wen haltet ihr mich?“ ist zunächst auch uns gestellt. Das Glaubensbekenntnis meint nicht bloß eine inhaltsleere Ergriffenheit, sondern die Ausrichtung unserer ganzen Persönlichkeit, zu der auch das Verstehen und die Sprache gehören. Und doch: unsere Begriffe versagen, wenn wir das Geheimnis Jesu benennen wollen. Es kommt aber nicht nur auf die Richtigkeit der Formulierung an, sondern es geht vorrangig um die rechte Glaubenspraxis, um ein Leben in der Nachfolge Jesu.

  1. In der Lesung aus dem Jakobusbrief haben wir gehört: „So ist auch der Glaube für sich allein tot, wenn er nicht Werke vorzuweisen hat.“ Ein einseitiges, schon in der frühen Kirche vorhandenes Verständnis des Glaubens, das sich auf Paulus berufen hat, musste korrigiert werden.

Der Jakobusbrief geht auf Fragen ein, die die praktische Lebensführung von Christen betreffen: die Spannung von Arm und Reich, Spaltungstendenzen, innergemeindliche Eifersüchteleien und besonders das Verhältnis zwischen dem Glauben und den Werken.[3] Gerade das letztgenannte Thema hat ja wiederholt zu Irrwegen und Umwegen geführt.

Der hl. Augustinus hat gegen Strömungen argumentiert und gekämpft, die sich auf einen britischen Mönch Pelagius berufen und eine Lehre von der Selbsterlösungsfähigkeit des Menschen vertreten haben. - Die Reformatoren haben über tausend Jahre später der römischen Kirche vorgeworfen, sie vertrete die Irrlehre, dass die Menschen sich selbst durch ihre guten Werke und durch Ablasszahlungen den Himmel quasi „erkaufen“ könnten. Und der amtierende Papst Franziskus hat wiederholt von einem Neu-Pelagianismus gesprochen, dem viele derzeit in unserem westlichen Lebensumfeld verfallen seien, wenn sie meinen, ihr Leben bewusst und glücklich ohne Gott vollenden zu können.[4]

Die neutestamentliche Tradition, der unsere katholische Kirche folgt, spielt Glaube und Werke nicht gegeneinander aus. Wir Menschen können ohne die Gnade Gottes nicht das Heil erlangen: Christus ist uns entgegengekommen und hat uns erlöst. - Paulus musste seine Gemeinden vor einem Rückfall in eine Gesetzes- und Werkgerechtigkeit, wie sie die Pharisäer vertreten hatten, warnen und hat deshalb aus seiner eigenen Erfahrung bezeugt, dass „der Mensch gerecht wird durch Glauben“ (Röm 3,28). Im Galaterbrief schreibt er aber vom Glauben, der in der Liebe wirksam ist (Gal 5,6). Erinnern wir uns auch an das Hohelied der Liebe im Ersten Korintherbrief, in dem es heißt: „Hätte ich aber die Liebe nicht, wäre ich nichts“ (1 Kor 13,2).

„Glauben“ ist nicht nur das Für-wahr-Halten von Wahrheiten, sondern untrennbar verbunden mit der Liebe zu Gott und den Nächsten, und mit der Hoffnung auf das Leben in Gott. Auch der Jakobusbrief spricht von einem Glauben, der in Werken der Liebe sichtbar wird. „So ist auch der Glaube für sich allein tot, wenn er nicht Werke vorzuweisen hat“.

Gehen wir mit diesen Fragen und Orientierungen in das neue Arbeitsjahr und mit der gläubigen Gewissheit: „Gott, der Herr, wird uns helfen!“ (Jes 50,9a).

 

[1] Vgl. C.M. Martini und U. Eco, Woran glaubt, wer nicht glaubt? Mit einem Vorwort von Kardinal Franz König, Wien 1998;

[2] J. Loffeld, Wenn nichts fehlt, wo Gott fehlt. Das Christentum vor der religiösen Indifferenz, Freiburg 2024;

[3] Vgl. die Einführung zum Jakobusbrief in: Das Neue Testament. Einheitsübersetzung, Stuttgart 1998, S. 504f;

[4] Pp. Franziskus, Enz. EVANGELII GAUDIUM. Die Freude des Evangeliums, Rom 2013, Nr., 93f, u.ö.

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