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Inhalt:
Predigt

Über die (falsche) Selbstsicherheit des Menschen

Predigt von Prälat Dr. Heinrich Schnuderl zum 18. Sonntag im Jahreskreis, 3. August 2025

Schriftlesungen Koh. 1,2; 2,21-23; Kol 3, 1-5.9-11; Lk 12, 13-21;

Foto Christian Brunnthaler

Die Schriftlesungen des heutigen Sonntags haben seit Jahrhunderten in Mysterienspielen eine literarische Resonanz gefunden: „JEDERMANN, Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes“ wird seit 1920 – mit wenigen Unterbrechungen alljährlich - vor dem Salzburger Dom aufgeführt. Hugo von Hofmannsthal, der österreichische Dichter, hat am Anfang des vorigen Jahrhunderts einen Stoff, den auch schon Hans Sachs 1549 bearbeitet hatte, aufgegriffen: das Thema von den Gefährdungen irdischen Besitzes und vom Heil des Menschen – gedacht als Anfrage an das Lebensmodell von Jedermann und jeder Frau, als Anfrage an unser Lebensmodell.

  1. Selbstverständlich sind die Worte aus der Heiligen Schrift an diesem Sonntag nicht im Hinblick auf die Festspiele ausgesucht worden. Wie so vieles in unserer Kultur hat dieses Theaterstück aber seine Wurzeln in der Botschaft der Heiligen Schrift.

Die erste Lesung aus dem Buch Kohelet, einer Schrift aus der Weisheitsliteratur des Ersten Testaments, entstanden an der Wende vom dritten zum zweiten Jahrhundert vor Christus, kommt aus der Begegnung biblischen Denkens mit der griechischen Philosophie und deren Lebensstil: „Windhauch, das alles ist Windhauch!“ Alles ist vergänglich.

Diese Lesung verweist auf das Evangelium mit dem nur von Lukas überlieferten Gleichnis vom reichen Gutsbesitzer, der sich Sorgen macht um die Lagerung seiner Ernte und Lösungen findet. Vermutlich verwundert uns die Sprache, die Jesus gebraucht: „Du Narr!“ Was hat Jesus gegen Vorsorge, Vorratswirtschaft? Hat nicht z.B. der „ägyptische Joseph“ gerade dadurch das Volk gerettet? Uns machen aktuell nicht Scheunen und Lagerhäuser Sorgen, sondern die ausbleibenden Zinsen für unser Erspartes; wir haben Versicherungen, Pensionsfonds und dergleichen. Ist das bedenklich oder schlecht? Freilich „Windhauch!“ - wir wissen wohl: was ist wirklich sicher?

  1. Die Botschaft des Gleichnisses ergibt sich aus der Bitte an Jesus, er möge in einem Erbschaftsstreit als Richter oder Erbteiler einschreiten.

Zur Zeit Jesu war es durchaus üblich, dass Rabbiner und Gesetzes­lehrer solche Aufgaben wahrgenommen haben - übrigens bis vor wenigen Jahrzehnten manchmal auch Pfarrer und Vertreter der Kirche, was bekanntlich auch zu problematischen Beziehungen geführt hat. Seien wir froh, dass es Notare und Anwälte gibt. Klerikale Einmischung in solche Bereiche war und ist fehl am Platz. Jedenfalls war es nicht die Sendung Jesu, Erbschaften zu verteilen, es ist auch nicht die Aufgabe der Kirche.

Jesus setzt aber fundamentaler an und spricht von der Gefahr allen Besitzens. Die Grundfrage ist: Wer oder was ist Dein Gott?

Im JEDERMANN ist es der Mammon, der vom Reichen Besitz ergriffen hat; im EVANGELIUM führt der Reiche das egoistische Selbstgespräch: „Was soll ich tun?... So will ich es machen!...  Dann werde ich zu meiner Seele sagen: Seele nun hast du einen großen Vorrat…“ Der Reiche des Gleichnisses sieht nur sich selber. Augustinus und Luther haben vom „in sich gekrümmten Herzen“, vom „Cor incurvatum in se“ gesprochen, im Gegensatz zum „Erhebet die Herzen!“, dem „Sursum corda!“ im Hochgebet. - Auf dem Besitz liegt immer auch eine soziale Hypothek.

Und es gibt die Gefahr, sich in trügerische Sicherheit zu wiegen, wenn man die Frage nach dem Sinn und Ziel ausklammert. Der Sinn des Lebens erfüllt sich nicht im Haben. „Denn das Leben eines Menschen besteht nicht darin, dass einer im Überfluss seines Besitzes lebt.“

  1. Das sind Gewissensfragen für uns als Einzelne, aber auch für die Gesellschaft. Schon vor Jahren haben die christlichen Kirchen Österreichs in ihrem ökumenischen Sozialwort klar Stellung bezogen.

Viele Probleme, vor denen wir heute stehen, haben zu tun mit der Ausklammerung ethischer Fragestellungen. Ich erinnere nur an eine Formulierung aus dem Ökumenischen Sozialwort: „Wirtschaft ist auf menschliches Leben ausgerichtet. Das bedeutet: Wirtschaft muss nicht nur sachgerecht, sondern auch menschen- und gesellschafts­gerecht sein und die Belange zukünftiger Generationen und der Umwelt mit einbeziehen.“ Nur so ist Wirtschaft auch wirklich sachgerecht.

Zu der Zeit, als Hugo von Hofmannsthal seinen JEDERMANN geschrieben hat - vor dem Ersten Weltkrieg, in den Jahren 1903 bis 1911 -, wurden Banken und Börsen im Stil griechischer Tempel gestaltet. Heute sind es Einkaufszentren, die bewusst aus den Kirchen entlehnte Stilelemente – z.B. Lichteffekte, Beschallung, Düfte - einsetzen, um das Einkaufen quasi zu einem kultischen Akt zu machen, fast zu einem Schritt zur Erlösung („Shoppen macht happy“).

Wir sollten die Symbolik unserer Kirchen – ihre Höhe, die Kirchtürme als Richtungsweiser nach oben – wieder verstehen lernen: sie sagen uns mit der Lesung aus dem Kolosserbrief: „Richtet euren Sinn auf das, was oben ist, …wo Christus zur Rechten Gottes sitzt!“

Amen.

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