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Inhalt:
Predigt

Haltet euch bereit

Predigt von Prälat Dr. Heinrich Schnuderl zum 19. Sonntag im Jahreskreis am 10. August 2025 im Ägydiusdom

Lesungen: Weish 18,6-9; Hebr 11,1-2.8-12; Evangelium: Lk 12, 32-48;

Engel am Ignatiusaltar | © Foto Christian Brunnthaler

Können Sie sich an Heinrich Bölls Geschichte „…und das nicht nur zur Weihnachtszeit“ erinnern?[1] In einer Familie wehrt sich eine arme Kranke, dass nach Lichtmess der Christbaum abgeräumt wird. Schließlich kommt man auf eine „Tannenbaumtherapie“: zwei Jahre hindurch wird täglich Weihnachten gefeiert, was allerdings zum Verfall der Familie führt. – An diese Satire musste ich mich bei der Vorbereitung dieser Predigt erinnern.

„Haltet auch ihr euch bereit! ... Seid wie Menschen, die auf ihren Herrn warten!“ – Diese Sätze an einem Sonntag im Sommer überraschen. Habe ich die falschen Texte aufgeschlagen – für Allerseelen oder Spätherbst oder Advent? Zu solchen Zeiten sind wir Gottesdienstbesucher diesen Aufruf gewöhnt.

 

So wichtig das Kirchenjahr für unsere Glaubens und Lebenskultur ist – nicht nur für mit der Kirche verbundene Christen, auch der „bürgerliche“ Alltag ist ja davon geprägt -, die Glaubensbotschaft ist aber nicht auf diesen Kalender zu reduzieren: Jede Messe ist Gedächtnis und Verkündigung von Tod und Auferstehung Christi, der Aufruf zur Umkehr ist uns nicht nur vor Ostern nötig, und Wachsamkeit müsste für uns Christen eine Grundhaltung sein oder werden.

  1. Die Aufforderung Jesu, sich für das Kommen des Herrn bereit zu halten, ist von den ersten Christengemeinden im Sinn einer Naherwartung der Wiederkunft Christi verstanden worden.

Das Lukasevangelium dürfte um das Jahr 90 verfasst worden sein und ist für Gemeinden und Gläubige geschrieben worden, die sozusagen schon der „dritten christlichen Generation“ angehört haben, also keine Augen- und Zeitzeugen Jesu waren.

Die Christen, denen diese Überlieferungen der Worte und Taten Jesu berichtet wurden, hatten Verfolgungen hinter sich; und die Erwartung der nahe bevorstehenden Vollendung der Welt musste korrigiert werden: „Euch steht es nicht zu, Zeiten und Fristen zu erfahren, die der Vater in seiner Macht festgesetzt hat“ sagt der Auferstandene den Jüngern (Apg 1,7).

  1. Aus dieser Situation heraus ist Lukas den Überlieferungen von Jesu „nachgegangen“, um den Glauben der Gemeinden zu stärken. Und die Botschaft Jesu gilt auch uns; auch uns ist heute gesagt: „Fürchte dich nicht, du kleine Herde!

So erstaunlich die Missionserfolge des Apostels Paulus waren, on denen uns sowohl seine Briefe als auch die Apostelgeschichte berichten: angesichts der antiken Großstädte – Rom, Alexandrien, Korinth, Ephesus … – und der ganzen damals bekannten bewohnten Welt waren die Gemeinden, an die Lukas sein Evangelium gerichtet hat, verschwindend klein. Und doch haben die Christen mit ihrer Hoffnung, ihrer Barmherzigkeit, ihrem Vertrauen, ihrer Standhaftigkeit und ihrem Freimut auch in Verfolgungen eine Saat ausgestreut, die Frucht, reiche Frucht, gebracht hat.

Vor einer Woche sind wir von Jesus aufgefordert worden, nicht materielle Schätze für uns zu sammeln, sondern reich vor Gott zu werden. Das wird heute im Evangelium verdeutlicht: wir sollen Almosen geben. Dieses antiquiert klingende Wort „Almosengeben“ meint ebenso wie die Aufforderung zur Wachsamkeit eine Grundhaltung, Barmherzigkeit – ein Herz haben für die Armen. Jesus hat die Barmherzigen seliggepriesen und ruft uns auf, barmherzig zu sein, wie unser Vater im Himmel barmherzig ist (Lk 6,36). Die Fürsorge für die Armen, die Waisen, die Witwen wurde zu einem Kennzeichen der Christen.

  1. Ein weiteres Charakteristikum für wahre Jünger Jesu war und ist ihre Hoffnung. Unser Glaube ist eine Hoffnung.

Der Erste Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde von Korinth endet mit dem aramäischen Ruf „Marána thá“ – das kann zugleich als Glaubensbekenntnis: „Unser Herr kommt“ und als Bitte: „Unser Herr, komm!“ (1 Kor 16,22; Offb 22,20) verstanden werden. In seiner Rechtfertigungsrede vor dem Hohen Rat sagt Paulus: „Wegen der Hoffnung und wegen der Auferstehung von den Toten stehe ich vor Gericht“ (Apg 23,6; 26,5).

Der Glaube ist ja nicht nur ein Für-wahr-Halten von vergangenen Ereignissen. Zwar hat unser Glaube mit dem Gedenken an die Menschwerdung Gottes, mit dem Tod und der Auferstehung Christi zu tun – das sind aber nicht nur längst vergangene Geschehnisse: sondern Wirklichkeiten, die uns unmittelbar betreffen.

Die Grundform unseres Glaubens ist das liebende Bekenntnis Gott und Jesus gegenüber: „Ich glaube dir! Ich vertraue dir.“ Wir glauben dem und hoffen auf den, der unsichtbar da ist; keinem von uns fern. „Denn in ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir“ (s. Apg 17,27f).

Die letzten Worte des Neuen Testaments, mit denen zugleich die Offenbarung des Johannes schließt (Offb 22,20f), sind:                                   „Er, der dies bezeugt, spricht: Ja, ich komme bald.“ –                 Und diese Worte gelten jedem von uns – Christus kommt auf uns zu, er steht vor der Tür und klopft an. Jederzeit sollen wir uns für ihn bereithalten, jederzeit ist er bereit, uns zu begegnen.

„Amen. Komm, Herr Jesus.                                                                   Die Gnade des Herrn Jesus sei mit allen!“

 

[1] H., Böll, „und das nicht nur zur Weihnachtszeit“, Geschichten 1947.1952, u,a. als dtv-Tb 11592;

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