Seitenbereiche:
  • zum Inhalt [Alt+0]
  • zum Hauptmenü [Alt+1]

  • Über uns
    • Dompfarrer
    • MitarbeiterInnen
    • Pfarrgemeinderat
    • Wirtschaftsrat
  • Gottesdienste & Feiern
    • Gottesdienstzeiten
    • Verlautbarungen
    • Taufe
    • Buße & Versöhnung
    • Firmung
    • Eucharistie
    • Ehe
    • Krankensalbung
    • Weihe
  • Ägydiusdom
    • Domführung
    • Geschichte
    • Hochaltar
    • Hl. Ägydius
    • Hl. Christophorus
    • Friedrichskapelle
    • Conrad Laib
    • Renovierung 2017-2023
  • Mausoleum
  • zeit + schrift
  • Dommusik
  • Seelsorgeraum Graz-Mitte
  • facebook
  • A: Schriftgröße: normal
  • A: Schriftgröße: groß
  • A: Schriftgröße: sehr groß
  • A: Standardfarben
  • A: Gelb auf Schwarz
  • A: Schwarz auf Gelb
  • A: Weiss auf Blau
  • A: Blau auf Weiss
  • A: Schriftgröße: normal
  • A: Schriftgröße: groß
  • A: Schriftgröße: sehr groß
  • A: Standardfarben
  • A: Gelb auf Schwarz
  • A: Schwarz auf Gelb
  • A: Weiss auf Blau
  • A: Blau auf Weiss
Pfarre Graz-Dom
  • facebook
Hauptmenü ein-/ausblenden
Kontakt
+43 (316) 821683
graz-dom@graz-seckau.at
Hauptmenü:
  • Über uns
    • Dompfarrer
    • MitarbeiterInnen
    • Pfarrgemeinderat
    • Wirtschaftsrat
  • Gottesdienste & Feiern
    • Gottesdienstzeiten
    • Verlautbarungen
    • Taufe
    • Buße & Versöhnung
    • Firmung
    • Eucharistie
    • Ehe
    • Krankensalbung
    • Weihe
  • Ägydiusdom
    • Domführung
    • Geschichte
    • Hochaltar
    • Hl. Ägydius
    • Hl. Christophorus
    • Friedrichskapelle
    • Conrad Laib
    • Renovierung 2017-2023
  • Mausoleum
  • zeit + schrift
  • Dommusik
  • Seelsorgeraum Graz-Mitte

Inhalt:
Predigt

Ägydius war ein Gottsucher

Predigt von Prälat Heinrich Schnuderl zum Fest des heiligen Ägydius am 1. September 2025; Lesungen: Gen 12, 1-4a; Röm 12,1-2; Mt 19, 27-29;

Foto Christian Brunnthaler

Der durch verschiedene Ereignisse markante 1. September wird von uns als Patrozinium, als Namenstag unserer Domkirche begangen. Dass der hl. Ägydius seit Jahrhunderten auch der Patron der Stadt Graz ist, ist zwar nur ganz wenigen bewusst, wir sollten diese Tradition aber nicht vergessen. Zwar gibt es keine ursächliche Beziehung zwischen der heute beginnenden Schöpfungszeit und dem Heiligenfest. Gemäß einem häufig gebrauchten Wort des verstorbenen Papstes Franziskus - „Alles ist miteinander verbunden“[1] – können wir den hl. Ägydius auch als ein Symbol für eine schöpfungsnahe Spiritualität betrachten.

  1. Ägydius war ein aus Athen stammender Einsiedler, der an der Wende vom 7. zum 8. Jahrhundert gelebt hat und zum Klostergründer im Süden Frankreichs geworden ist. Er ist im Mittelalter als einer der 14 Nothelfer hochverehrt und in vielen Notlagen angerufen worden.

Auf dem Hochaltar sehen wir – dargestellt vom Barockmaler Franz Ignaz Flurer – Arme, Kranke, Verzweifelte, die sich an ihn um seinen fürbittenden Beistand wenden. Als früheren Kaufmann, der sein Hab und Gut den Armen verschenkt hatte, haben ihn Händler und Marktfahrer zu ihrem Patron erwählt – z.B. in Trastevere in Rom die Gemeinde San Egidio; in Lübeck, Münster, Steyr, Klagenfurt und bei uns in der Steiermark in Graz, Bad Aussee, Donnersbach, Murau, Obdach, Fischbach und Semriach und an der Grenze in Sentilij.

  1. Zunächst mag es ja erstaunen, dass gerade ein Einsiedler zum Patron unserer Stadt gewählt worden ist. Das Sprichwort „Stadtluft macht frei“, das aus einem Rechtgrundsatz des Mittelalters abgeleitet wird, hat mehrere Dimensionen und Implikationen: „frei“ – bedeutet ungebunden, aber unter Umständen auch einsam.

In den großen Städten nimmt der Anteil an Ein-Personen-Haushalten rasant zu: in Graz ist es schon die Hälfte aller Wohnungen. Das entspricht dem städtischen Trend zur Individualisierung, zum Single-Dasein. Zu bedenken ist allerdings, dass der Mensch immer sowohl Einzelner als auch ein Glied der Gemeinschaft ist. Und es gilt das Wort aus der Genesis: „Es ist nicht gut, dass der Mensch allein ist“ (Gen 2,18).

Wir sollen also nicht in uns verschlossen bleiben, sondern der persönlichen Begegnung mit Gott, der uns ruft, nicht ausweichen, aber auch miteinander und füreinander leben. Eremiten, Einsiedler wie der hl. Ägydius haben beides zeichenhaft auch für ihre Mitchristen vorgelebt: entsprechend dem Wort aus dem Römerbrief: „Gleicht euch nicht dieser Welt an“ war Ägydius ein Nonkonformist, der sich aber dem Auftrag, die Gemeinschaft und Einheit zu fördern, nicht entzogen hat: er war ein Gottsucher und wurde zum Gründer einer Gemeinschaft von Christen.

Von Ägidius wird auch berichtet, dass er, der Grieche, dem Westgoten-könig Wamba begegnet ist - eine Begegnung verschiedener Sprachen und Kulturen, zu der es ja auch heute in unseren Städten kommen soll.

  1. In der Legende des hl. Ägidius lesen wir, dass der Heilige sich in der Einsamkeit von der Milch einer Hirschkuh ernährt und im Einklang mit der Natur gelebt hat - er war also ein früher Zeuge für einen guten Umgang mit der Schöpfung.

Am heutigen Weltgebetstag für die Bewahrung der Schöpfung sind wir durch dieses Beispiel an unsere Verantwortung für die Umwelt gemahnt. Für uns Christen sind die Aufgaben im Bereich der Schöpfung, unsere Pflichten gegenüber der Natur, unsere Sorge für das Gemeinwohl auch Aufträge Gottes und damit Bestandteil unseres Glaubens. Der ökumenische Patriarch Bartholomaios hat gesagt: „Ein Verbrechen gegen die Natur zu begehen, ist eine Sünde gegen uns selbst und eine Sünde gegen Gott.“[2] Der Weltfriede in Zukunft hängt u.a. auch von einer Umkehr in unserer Einstellung zur Schöpfung ab. Denn Solidarität und Sorge für das Gemeinwohl und die Schöpfung schließen auch Menschen in anderen Ländern und die künftigen Generationen ein.

Der Heilige, dessen Namen unsere Pfarre und Gottesdienstgemeinde trägt, ist für uns durch sein Leben in der Nachfolge Christi ein Symbol und Auftrag, in unserer Stadt und Umgebung, in unserer Zeit und auf unsere Weise sein Vorbild wirksam werden zu lassen ­- persönlich aber auch als Christengemeinde in der Gesellschaft.

 

[1] Pp. Franziskus, Enz. LAUDATO SI‘; Nr: 117,

[2] Patr. Bartholomäus, Ansprache an ein Umqweltsymposium in Santa Barbara, Kalifornien, am 8. Nov. 1997, zit. in Enz. LAUDATO SI‘; Nr:8.

zurück

nach oben springen
Footermenü:
  • Über uns
  • Gottesdienste & Feiern
  • Ägydiusdom
  • Mausoleum
  • zeit + schrift
  • Dommusik
  • Seelsorgeraum Graz-Mitte

Röm.-kath. Pfarre Graz-Dom
Bürgergasse 1
8010 Graz
T: +43 316 / 82 16 83
E: graz-dom@graz-seckau.at

Öffnungszeiten der Pfarrkanzlei:
Montag, Dienstag und Donnerstag von 09:00 - 11:00 Uhr

  • Impressum
  • Datenschutz
  Anmelden
Diözese Graz-Seckau
nach oben springen