Er wird den Nationen Frieden verkünden

Am Donnerstag, 4. Junni 2026, feiert Weihbischof Johannes Freitag
- um 9 Uhr die Heilige Messe im Grazer Dom.
- um ca. 10 Uhr beginnt die Prozession
- um ca. 10.45 Uhr findet die Abschlussandacht beim Katholikentagskreuz im Stadtpark mit Segen über die Stadt und das Land statt.
Bei starkem Regen entfällt die Prozession, die Abschlussandacht wird um ca. 10 Uhr direkt im Dom gefeiert.
Die Eucharistie als Mitte des christlichen Glaubens
Die Grundlage des Fronleichnamsfestes ist die Lehre von der Realpräsenz Christi in der Eucharistie. Nach katholischem Verständnis ist Christus in den konsekrierten Gestalten von Brot und Wein wahrhaft gegenwärtig.
Zentral ist die Einsetzung der Eucharistie beim Letzten Abendmahl, wie sie in den Evangelien und bei Paulus von Tarsus überliefert wird: „Das ist mein Leib ... das ist mein Blut.“
Die Prozession als öffentliches Glaubenszeugnis
Anders als an Gründonnerstag, der bereits von der Erinnerung an das Leiden Christi geprägt ist, feiert Fronleichnam die Eucharistie in festlicher Weise. Die Monstranz wird durch Straßen und Plätze getragen. Theologisch bedeutet dies:
- Christus verlässt symbolisch den Kirchenraum und tritt in die Welt hinaus.
- Die Kirche bezeugt öffentlich ihren Glauben.
- Die Segnung der Stadt und des Landes soll die Gegenwart Gottes für das gesellschaftliche Leben sichtbar machen.
In Graz ist Fronleichnam nicht nur ein kirchliches Ereignis, sondern auch Teil des kulturellen Gedächtnisses der Stadt. Die Prozession erinnert an die habsburgische Geschichte von Graz, die Rolle der Stadt in der Gegenreformation, die Bedeutung der Eucharistie für die katholische Identität der Steiermark. Die Erinnerung an die Zeit der Rekatholisierung unter Erzherzog Karl II. und vor allem Ferdinand II. und deren Aufarbeitung bleiben ein bestehender Auftrag für uns heute.
CB
